Der deutsche E-Commerce: Durch die zunehmende Konzentration geraten kleine Shops unter Druck.

Gute Nachrichten oder doch nicht? Der deutsche E-Commerce befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Diese für die Branche an sich sehr positive Entwicklung hat allerdings zwei Seiten. Nicht alle am Wettbewerb Beteiligten profitieren von den Zuwachszahlen. Wer sind nun die Gewinner und Verlierer?

 

 Die Großen wachsen stark, die Kleinen haben Probleme.

Tatsache ist, dass das Wachstum vor allem eine sehr erfreuliche Entwicklung für die großen Mitstreiter der am Markt agierenden Online Shops ist. Die Top 10 Shops der deutschen E-Commerce-Landschaft erzielen gemeinsam fast 40 Prozent des Online-Gesamtumsatzes. Die Plätze 11 bis 100 erwirtschaften zusammen einen Umsatzanteil von rund 30 Prozent. Dahinter werden die Umsätze entschieden geringer. Die Shops auf den Plätzen 101 bis 500 bringen es zusammen nur noch etwa 8 Mrd. Euro.

Ab Platz 500 sehen die Zahlen noch überschaubarer aus. Nicht nur fällt das durchschnittliche Umsatzvolumen deutlich ab, vor allem aber können die Wachstumszahlen mit dem Branchendurchschnitt von 12 Prozent Zuwachs gegenüber dem Jahr 2015 nicht mithalten. Stattdessen sind ab Platz 501 ausschließlich stagnierende oder sinkende Umsätze gegenüber dem Vorjahr zu erkennen. Dadurch öffnet sich die Schere zwischen den vorderen und den hinteren Ranking-Plätzen immer weiter auseinander.

 

Viele Online Shops sind auf Erfolgskurs.

Bei den Top 100 schaut es sehr positiv aus. So befinden sich mittlerweile einige stark wachsende Online-Shops auf den Plätzen 50 bis 100. Zudem sind in der zweiten Reihe zwischen den Plätzen 50 und 150 des deutschen E-Commerce die größten Wachstumsraten anzufinden. Den größten Umsatzanteil machen dabei die Generalisten aus. Danach folgen die Fashion-Anbieter und Online- Shops mit Produkten der Unterhaltungselektronik.

 

Interessant ist auch die Analyse der Vertriebskanäle:

Fast 400 Online-Shops im Ranking sind Multichannel-Händler, beinahe 200 weitere Anbieter betreiben Cross- oder Omnichannel-Commerce. Knapp die Hälfte der Online-Shops im deutschen E-Commerce sind Pure Player. Dabei sind Mobile-Websites oder Apps für Online-Shops absolut Pflicht und unabdingbar. Fast 90 Prozent der Anbieter haben ihren Online-Shop für mobile Endgeräte angepasst.

 

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