Die DSGVO und Ihr Online Marketing!

Was müssen Sie als Marketingtreibende(r) im E-Commerce wissen und beachten, wenn im Mai 2018 die DSGVO in Kraft tritt? Zurzeit scheint viel Verunsicherung zu herrschen, was auf Online-Händler konkret zukommt und was im Einzelnen zu tun ist.

Die neue Verordnung ist kein unüberwindbares Hindernis.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist nicht mehr aufzuhalten und tritt im Mai dieses Jahres in Kraft. Lange wurde diskutiert und vielfach wurde sie von Unternehmen auch ignoriert oder verdrängt. Daher herrscht heute bei vielen Online-Händlern eine gewisse oder auch größere Unsicherheit.

Verunsicherung ist ein denkbar schlechter Ratgeber.

Zunächst sollten Sie sich als Online-Händler darüber im Klaren sein, was genau die DSGVO für Sie bedeutet. Unsicherheit und Unklarheit sind wenig zielführend, Missverständnisse oft vorprogrammiert.

Was ist der Grundgedanke der EU-Datenschutz-Verordnung?

Erklärtes und grundsätzlich positiv zu bewertendes Ziel der DSGVO ist es, die rechtliche Situation in der EU mit Bezug auf personenbezogene Daten zu modernisieren, die Rechte des Einzelnen zu stärken und die EU-Regularien einheitlicher zu gestalten.

Das bedeutet, dass einheitliche Datenschutz-Standards für mehr Rechtssicherheit im europäischen Raum sorgen sollen.

Was heißt das für Marketingtreibende im E-Commerce genau?

Konkret ist damit gemeint, dass Sie die Ihnen vorliegenden Daten jetzt auf ihre Konformität mit der DSGVO prüfen sollten. Dabei müssen Sie beachten, dass die neue Verordnung die genauen Maßstäbe festlegt. Also, was sind personenbezogene Daten und welche Form der Einwilligung des jeweiligen Nutzers muss Ihnen vorliegen, damit Sie sie zu Marketingzwecken verwenden dürfen.

Wie lautet die DSGVO-Definition personenbezogener Daten?

Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Das heißt jegliche Form von Daten, die direkt oder indirekt Rückschlüsse auf eine Person zulassen, wie der Name, eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer.

Marketingtreibende sollten Verschlüsselungstechniken nutzen.

Das ist insofern wichtig, weil diese für eine sicherere Datenverarbeitung sorgen. Denn so lassen sich Daten, wenn überhaupt nur unter Hinzuziehung zusätzlicher Informationen, zuordnen. Achten Sie auch unbedingt darauf, dass Sie die entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen treffen -zum Beispiel mit einem Pseudonym- die eine direkte Zuweisung dieser Daten zu einer Person nicht oder nur mit einem erheblichen Aufwand ermöglichen. Die DSGVO empfiehlt die Verwendung von Pseudonymen, damit ein angemessenes Schutzniveau der Nutzer gewährleistet ist.

Verwenden Sie sensible Daten niemals für Marketingzwecke.

Das bedeutet, nie Daten wie etwa zu Ethnizität, Herkunft, politischer Einstellung oder weltanschaulichen Ansichten zu nutzen. Die DSGVO schreibt in diesem Zusammenhang die ausdrückliche Einwilligung des jeweiligen Nutzers zum konkreten Verwendungszweck vor.

Was bedeutet die DSGVO für Ihr Online Marketing?

Cookie IDs, Mobile Advertising IDs, „gehashte“ E-Mail-Adressen und anderen technische Identifikatoren, die dazu genutzt werden, Usern auf sie zugeschnittene, maßgeschneiderte, personalisierte Werbebotschaften anzuzeigen, sind für die DSGVO personenbezogene Daten in pseudonymisierter Form. Sie sind demzufolge geeignet, um eine sichere Datenverarbeitung zu gewährleisten.

Die DSGVO legt fest, wann Sie pseudonyme Informationen für Marketingzwecke verwenden dürfen.

Zwei Grundsätze sind dabei von zentraler Bedeutung, mindestens einer davon ist zu erfüllen.

Es muss eine eindeutige Einwilligung des Nutzers vorliegen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Sie auf Ihrer Webseite ausführliche und schnell verständliche Informationen zur Nutzung von Daten bereitstellen und dass Ihr Marketing-Partner entsprechende Kontrollmöglichkeiten bereithält.

Sie haben ein legitimes Interesse zur Datennutzung. Das ist dann gegeben, wenn Sie die Daten zum Beispiel für direkte Marketingzwecke verwenden wollen und Sie die Interessen des Betroffenen wahren.

Was sollte Sie also tun?

Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Nutzer auf Ihren Seiten darüber informieren können, welche Daten Sie zu welchen Zwecken verwenden. Dabei müssen auch Ihre Marketing-Partner DSGVO entsprechend arbeiten und entsprechende Kontrollmechanismen bereithalten, über die Nutzer ihre Einstellungen steuern können. Nutzen Sie die im Internet verfügbaren Checklisten und Quellen, um sicherzustellen, dass Ihre Datenbestände DSGVO angepasst sind. Sollten Sie das noch nicht getan haben, wäre jetzt die beste und auch letzte Gelegenheit dazu.

Für Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit zur Verfügung! Kontaktieren Sie uns!

 

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