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Emojis und digitales Marketing.

Emojis und digitales Marketing.

Emojis im Einsatz für emotionalere Kampagnen und mehr Aufmerksamkeit.

Die Bildsprache in Gestalt von Smileys und Emojis ist im digitalen Marketing angekommen. Können Emojis aber tatsächlich bestimmte Kampagnen oder Marketing-Aktionen aufpolieren, emotional verbessern und ihnen zu mehr Beachtung verhelfen?

Smileys und andere Emojis tauchen immer öfter im digitalen Marketing auf. In der Kommunikation, z.B. über WhatsApp, ist es ja mittlerweile gang und gäbe, sie zu verwenden. Manchmal auch im Übermaß. Dementsprechend hat sich auch die Kommunikation verändert, weil sich die grafischen Ideogramme im digitalen Austausch über Chat-Dienste oder die sozialen Medien inzwischen permanent verwendet werden. Sie drücken die unterschiedlichsten Emotionen aus und haben sich zu einer neuen Sprachform entwickelt.

Warum aber werden Emojis, was aus dem Japanischen übersetzt in etwa „Bilderbuchstaben“ bedeutet, zunehmend aber auch im digitalen Marketing eingesetzt?

Das liegt vorrangig daran, dass ein gleichlautender Text durch einen hinzugefügten Smiley einen neuen bzw. ganz anderen Klang bekommen kann. Emo­ticons helfen, mehr Stimmung in Texte zu bringen.

Alles begann Anfang der 80er Jahre mit einem einfachen :-), der Smiley war das erste Emoticon (eine Kombination aus Emotion und Icon). In den 90er-Jahren entwickelte sich das „Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu-Gesicht“ dann zum eigenständigen Bildzeichen, dem Emoji.

Mittlerweile kann man höchst unterschiedliche Emojis nutzen. Bei Facebook gibt es mit den „Reactions“ seit 2016 eine eigene Version von Emojis, um redaktionelle Beiträge mit der entsprechenden Emotion zu bewerten. Laut einem Ranking ist mit 59 Prozent das Love-Emoji die beliebteste Reaktion neben dem klassischen Gefällt-mir-Button, gefolgt vom Wow-Emoji mit 27 Prozent.

Im Online-Marketing hat der Möbelhändler Ikea 2015 eine eigene Emoji-Tastatur entwickelt, mit der der Ikea-Kunde das gesamte Sortiment mit aus einer Auswahl von 100 Symbolen bewerten kann. Auch Nikon nutzte im letzten Jahr in einem 60sekündigen Commercial Emojis für eine globale Kampagne, die hauptsächlich online ausgestrahlt wurde.

Ein Problem ist derzeit noch, dass die Bildchen noch immer nicht auf allen Geräten angezeigt werden, was beispielsweise an veralteten Outlook-Programmen liegt. Möchte man also Emojis im E-Mail-Marketing einsetzen, sollte man herausfinden, wie viele der Leser den Newsletter über mobile Endgeräte öffnen. Wenn das die Mehrzahl ist, kann man es wagen und Emojis in der Betreffzeile einsetzen, um den Text etwas aufzupeppen und aus der Masse von E-Mails hervorzuheben.

Laut der US-Plattform „Email Marketing Daily“ zeigte sich in einer Studie unter 1,3 Milliarden ­E-Mails, dass das Unterbringen von Emojis in der Betreffzeile um 20 Prozent höhere Öffnungsraten bringt. Auch die Click-Through-Rate steigt: um bis zu 50 Prozent.

Bevor man selbst Emojis einsetzt, sollte man jedoch immer testen, ob sie In auch richtig angezeigt werden, ob sie überhaupt -und wenn dann welche- zur Unternehmenskommunikation passen. Dazu gehört auch, zu prüfen, welche Bedeutungen sich hinter den verschiedensten Emojis noch verbergen. Denn nutzen Sie Emojis in Ihrem Unternehmen, ist vor allem Vorsicht bei globalen Kampagnen geboten: So wird zum Beispiel das Emoji, das in Deutschland benutzt wird, um Wut auszudrücken, in Japan als Zeichen des Schmollens verwendet.

An Emojis vorbei kommt man allerdings ohnehin nicht mehr. Auf Twitter wurden seit 2014 mehr als 110 Milliarden Emojis geteilt. Laut einer Studie ist dabei das „Tränen lachende“-Gesicht das weltweit am meisten verwendete Emoji, dicht gefolgt vom Herzchenaugen-Emoji. Die Deutschen setzen auf Twitter am liebsten „Daumen hoch“ ein.

Wenn Sie geprüft haben, dass die Nutzung von Emojis gut zu Ihrer Unternehmenskultur passt, sie wissen, welche Bedeutung sich hinter bestimmten Symbolen verbirgt und was die Zielgruppe damit assoziieren könnte, können Sie mit einem Testlauf schnell erkennen, ob Sie Emojis verwenden sollten oder besser nicht.

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