Geht es mit der Firmen-Digitalisierung wirklich so langsam voran?

Egal, wie man zu dieser Thematik steht: Die Digitalisierung ist wie die Globalisierung in aller Munde. Aber was bedeutet das über das Schlagwort hinaus? Tatsache ist, wie man immer wieder lesen kann, dass die Firmen-Digitalisierung in Deutschland offensichtlich nur zögerlich, langsam und eher schleppend vorankommt.

Warum die Firmen-Digitalisierung so wichtig ist.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind heutzutage digitale Kompetenzen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Auch in Industrie-Betrieben kann Digitalisierung durch intelligente Produktionsverfahren höhere Produktivität und Effizienz erzielen. Sie ermöglicht es nicht nur, individuelle Kundenwünsche zu berücksichtigen, sondern gänzlich neue industrielle Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dies vor allem unter dem Aspekt, dass die Konkurrenz nicht ruht.

Dennoch sollen ein Drittel der deutschen Firmen digitale Nachzügler sein.

Mehr als jedes dritte deutsche Unternehmen, so kann man lesen, hat Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. Aus welchen Gründen auch immer. Effizienz und Innovation zu vereinbaren ist beispielsweise nicht unbedingt leicht. Die Beharrungskräfte sind oft stark ausgeprägt und vielen Firmen geht es -noch immer- gut. Man sieht den Sinn nicht unbedingt ein und steht einer umfassenden Firmen-Digitalisierung oft skeptisch, wenn nicht ablehnend gegenüber, weil sie natürlich große Veränderungen mit sich bringt.

Unternehmen benötigen zunehmend einen neuen Typus von Managern.

Damit ist der Typ Manager gemeint, der digital denken und handeln kann. Das kann im Zweifelsfall bedeuten, dass Führungskräfte ausgetauscht werden müssen oder auch an Positionsmacht verlieren. Es werden zunehmend innovative, empathische Manager benötigt, die auf Augenhöhe mit Kunden und Mitarbeitern kommunizieren und die vor einigen Jahren noch niemand ernst genommen hätte.

Im Gegensatz zu beispielsweise den Vereinigten Staaten ist in Deutschland die Umstellung der Geschäftsprozesse weit weniger vorangeschritten. So sollen weit über 30 % der deutschen Unternehmen Nachzügler in der Digitalisierung, lediglich ein Fünftel gelten in Fragen der Firmen-Digitalisierung als Vorreiter.

Was bedeutet Vorreiter?

Vorreiter sind vor allem die Firmen, die mehr als 5 Prozent ihrer Betriebskosten in Digitalisierung und Informationstechnologie investieren, die mehr als 10 Prozent in digitalen Sachverhalten befähigte Mitarbeiter beschäftigen und die insgesamt eine „digitale Kultur“ pflegen.

Was ist die Konsequenz mangelnder Digitalisierungs-Maßnahmen?

Es hat sich mittlerweile gezeigt, dass diejenigen Unternehmen Marktanteile gewinnen, die sich schneller umstellen. Das heißt, Firmen-Digitalisierung führt dazu, dass sich durch die digitale Umstellung sehr gut wichtige Marktanteile gewinnen lassen. Nachzügler hingegen verlieren sie eher. Dies kann oder wird in den kommenden Jahren dazu führen, dass sich die Schere in der Unternehmenslandschaft in den kommenden Jahren weiter öffnen könnte. Unternehmen, die keine Vorreiter in Sachen Digitalisierung sind, stehen zudem doppelt unter Druck. Dies zum einen -wie zuvor- von Seiten etablierter Konkurrenten, die aber in Sachen Innovation schneller sind. Zum anderen aber auch von neuen digitalen Wettbewerbern.

 

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