Checkliste und Tipps für erfolgreiche Online-Texte

Erfolgreich sind im Netz die Unternehmen, die die Nutzer informieren, ihre Fragen beantworten und ihre Bedenken beseitigen. Das wichtigste Werkzeug hierfür ist der Text. Wie sehen optimale Online-Texte aus, wie schreibt man sie und worauf muss man achten?

Texte sollten zunächst gut strukturiert sein, die richtige Zielgruppe ansprechen und auch suchmaschinenoptimiert sein.  Daher müssen zunächst Ziel, Inhalt und Stil des Artikels definiert werden. Z.B. für welche Zielgruppe schreibe ich? Was soll der Text beim Leser bewirken? Welche Textart passt am besten zu Thema und Zielgruppe? Welche Aspekte des Themas sollen behandelt werden und wie spreche ich meine Zielgruppe an?

Beim strukturierten Schreiben soll die Überschrift der Online-Texte den Leser neugierig machen und ihn überzeugen, den Text zu lesen. Zwischenüberschriften helfen, den Text thematisch zu gliedern, und erleichtern es dem Leser, sich zu orientieren. Auch Bilder sind nicht unwichtig, um den Text aufzulockern, sie können zudem Textinhalte verständlich machen.

Web-Texte müssen dem Leseverhalten der Nutzer angepasst sein. Online-Seiten werden nicht gelesen, sondern nach ihrem Nutzwert überflogen, denn ein User greift auf der Suche nach einer Information meist auf verschiedene Webseiten zu, liest nicht den ganzen Text durch, sondern sucht in Überschriften, Aufzählungen und Menüpunkten nach spezifischen Suchwörtern. Findet er diese nicht innerhalb weniger Sekunden, verlässt er die Seite wieder und wechselt zum Mitbewerber.

D.h. Online-Texte werden zumeist nur angelesen, der Nutzer entscheidet anhand der Überschrift und der ersten Sätze, ob sich die weitere Lektüre lohnt. Deshalb muss in einem Web-Text das Wichtigste zuerst stehen, dazu gehören Überschriften, die die zentralen Informationen beinhalten und die zum Weiterlesen anregen. In den ersten Sätzen des Fließtextes sollten die wichtigsten W-Fragen stehen.

Wenn ein Nutzer sich also anhand einer lockenden Überschrift, einem packenden Vorspann und den ersten Sätzen entscheidet, auf einer Seite zu bleiben, bedeutet das, die zentrale Botschaft gleich zu Beginn zu vermitteln. Sie beantwortet auch die wichtigsten Fragen nach dem „wer“, „was“, „wann“, „wo“, „wie“ oder „warum“.

Das Online-Lesen ermüdet mehr als das Lesen vom Papier. Zudem ist der Nutzer abgelenkt durch Buttons, Animationen, Links, Fotos usw., die mit den Im Text konkurrieren. Daher sollten Inhalte schnell erfassbar sein. Z.B. durch eine Gliederung der Online-Texte in kurze Absätze mit jeweils einer Aussage, mit Zwischentiteln und nicht zu langen Sätzen, denn ein langer Text signalisiert einen hohen Zeitaufwand, das schreckt den durchschnittlichen User ab.

Etliche Nutzer kommen über Suchmaschinen und andere Wege auf Unterseiten einer Website. Das bedeutet, dass jede Seite einer Web-Präsenz inhaltlich für sich alleinstehen und verständlich sein muss.

Oberflächliche Floskeln ohne greifbare Inhalte stehlen einem Nutzer ebenfalls nur Zeit. Dagegen ist eine emotionale Überschrift ggf. mit einer Handlungsaufforderung: „Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch“ wesentlich effektiver.

Die Fülle an Informationen, die das Internet bietet, ist sein größter Vorteil, aber gleichzeitig auch ein Nachteil. Denn für den Nutzer wird es immer schwieriger, seriöse Anbieter von weniger seriösen zu unterscheiden. Bauen Sie also Vertrauen auf, indem Sie Empfehlungen von zufriedenen Kunden in Ihre Online-Texte einbauen.

Fassen Sie sich auf alle Fälle kurz, vermeiden Sie Wiederholungen, verzichten Sie auf Fremdwörter und Abkürzungen und lassen Sie unnötige Einzelheiten weg. Bei aller Sachlichkeit und Kürze sollte der menschlichen Aspekt jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Schließlich werden Geschäfte zwischen Menschen und nicht zwischen Firmen abgeschlossen. Verwechseln Sie jedoch „kurz“ nicht mit „abgehackt“. Schreiben Sie anschaulich, formulieren Sie aktiv, vermeiden Sie verschachtelte Sätze und Füllwörter. Komplizierte Inhalte erklärt man idealerweise einfach.

Wer für das Web textet, muss das Thema Keywords beachten. Sie tragen dazu bei, dass die Suchmaschinen Ihre Webseite finden und bestenfalls noch vor den Seiten Ihrer Wettbewerber listen. Auf ein solches Ranking arbeiten viele Webseiten-Betreiber hin allerdings sollte man hier nicht übertreiben. Eine Keyword-Dichte von drei bis vier Prozent pro Seite reicht völlig aus. Was nützt es, wenn Ihre mit Keywords überfrachtete Seite ganz oben in den Suchergebnissen aufscheint, die Besucher aber angesichts der sperrigen Texte gleich wieder abspringen?

Wählen Sie lieber Ihre Keywords sorgfältig aus, prüfen Sie, welche Suchwörter Ihre Kunden verwenden und bauen Sie diese Keywords auch in die Überschriften ein. Schreiben Sie für Ihre Leser, nicht für die Suchmaschinen. Damit aber möglichst viele Nutzer auf Ihre Online-Texte stoßen, sollten Sie sie für Suchmaschinen optimieren, indem Sie die Keywords an allen wichtigen Stellen im Text verwenden. Wichtige Stellen sind zum Beispiel Zwischenüberschriften und Bildunterschriften. Wählen Sie für Ihren Text ein Keyword, das möglichst genau wiedergibt, worum es geht, denn wenn Ihre Inhalte nicht zum Keyword passen, werden sie in den Suchergebnissen ohnehin nicht auf den vorderen Plätzen auftauchen und wählen sie auch kein allzu allgemeines Keyword aus.

Wiederholungen von Schlüsselwörtern in einem Text oder auf einer Webseite schmälern nicht die Qualität der Texte, von übertriebener Wiederholung sollte aber abgesehen werden. Nutzen Sie neben dem wichtigsten Keyword auch relevante Synonyme. Was bringt Ihnen eine Top-Position und viele Klicks über Suchmaschinen, wenn der Nutzer nach kurzer Zeit wieder verschwindet und zum Mitbewerber surft. Und um im Ranking in ihrer Hitparade bis ganz nach oben zu kommen, verweisen am besten zahlreiche Links von Partnerseiten auf Ihre Homepage. Für Google ist das ein klarer Beweis, dass Sie Qualität anbieten.

Weiterhin kann man Online-Texte mit multimedialen und interaktiven Inhalten anreichern. Videos, Bilder, Slideshows, Originaldokumente oder Verlinkungen stören den Textfluss nicht. Man kann auch über Kommentare um Feedback bitten. Die Einbahnstraße im Print wird im Web mit dem Austausch zwischen Autor und Leser zur Zweibahnstraße.

Dabei ist zu beachten, dass ein User lieber links vor rechts und oben vor unten liest. Zwar verändern andere Elemente wie Fotos oder Videos diesen Blickverlauf. Aber wer diese Koordinaten im Hinterkopf hat, wird Wichtiges links oben setzen und weniger Wichtiges im Scroll-Bereich.

Entwickeln Sie Ihre Texte und Webseiten stets weiter. Auch Kommentare, Feedback von Lesern oder Besucherverhalten, gemessen mit Analyse-Tools, zeigen Chancen zur Optimierung auf. Eine Website ist nur dann gut, wenn sie sich ständig weiterentwickelt.

Wenn Online-Texte fertig sind, darf die Korrektur nicht vergessen werden. Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sind zu vermeiden. Den Ausdruck und die Verständlichkeit prüft man am besten, indem man die Texte laut liest.

Hier noch einmal kurz die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Zentrale Botschaft zu Beginn
  • Absätze und Zwischentitel nutzen
  • Anschaulich, aktiv und einfach schreiben
  • Texte mit Bildern, Videos, Links, etc. anreichern
  • Texte für Suchmaschinen optimieren, aber für Besucher schreiben
  • Texte und Webseiten weiterentwickeln und optimieren
  • Der Inhalt ist präzise, objektiv und fair

 

Quelle:

impulse.de

onlinemarketing-praxis.de

selbstaendig-im-netz.de

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